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Kampagne „Sicherer Hafen Baden-Württemberg“ und Landtagswahl

Liebe Engagierte,

ich schreibe Sie heute an, da wir Sie in unserer Sammlung von Kontaktdaten lokaler Asyl-Arbeitskreise und -Initiativen in Baden-Württemberg aufgeführt haben.

Wie Sie vielleicht wissen, beteiligt sich der Flüchtlingsrat aktiv an der gemeinsam mit der Seebrücke ins Leben gerufene und von zahlreichen weiteren Organisationen unterstützte Kampagne „Sicherer Hafen Baden-Württemberg“. Im Rahmen dieser Kampagne setzen wir im Landtagswahlkampf flüchtlingspolitische Themen auf die Tagesordnung, mit den von der Kampagne aufgestellten Forderungen, die Sie übrigens im Rahmen einer Online-Petition unterstützen können.

Die Kampagne hat darüber hinaus eine Liste von Fragen zusammengestellt, die Sie an Ihre Landtagskandidat*innen vor Ort stellen können. Die Liste finden Sie hier:

Liste: Fragen an die Kandidierenden LTW

In den kommenden Wochen und Monaten bis zur Landtagswahl am 14. März wird es Gelegenheiten geben (real oder virtuell), mit den Personen ins Gespräch zu kommen, die Ihre Stimme wollen. Natürlich können Sie auch die Kandidat*innen proaktiv ansprechen oder anschreiben. Das geht unter anderem auch über die Website Abgeordnetenwatch.

Die Liste der Fragen ist als Hilfestellung gedacht, um zu verdeutlichen, wo es flüchtlingspolitische Spielräume auf Landesebene gibt. Die Fragen beziehen sich vor allem auf die Themen, die im Rahmen der Kampagne als Forderungen aufgestellt wurden, und sind daher keineswegs erschöpfend – es gibt sehr viele weitere Themen, die angesprochen werden können. Fühlen Sie sich also frei, die Fragen auszuwählen, die Ihnen besonders wichtig sind, und gegebenenfalls weitere Fragen zu ergänzen.

Wir halten es für außerordentlich wichtig, dass die Personen, die in den nächsten fünf Jahren die Landespolitik bestimmen werden, erfahren und spüren, wie viele Menschen im Land großen Wert darauf legen, dass es zu einem humanitären Kurswechsel im Umgang mit Geflüchteten in Baden-Württemberg kommt, und wie viele Menschen die Haltung der Kandidat*innen zu diesem Thema zu einem entscheidenden Kriterium bei ihrer Wahlentscheidung machen werden. Das Ergebnis dieser Wahl wird die Rahmenbedingungen unser aller Arbeit in den nächsten Jahren prägen. Jetzt haben wir eine Gelegenheit, Einfluss zu nehmen, also nutzen wir sie! Motivieren Sie auch andere Personen in Ihrem Umfeld, flüchtlingspolitische Themen gegenüber den Kandidat*innen anzusprechen und Kandidat*innen zu wählen, die sich für eine menschliche Flüchtlingspolitik, für eine Stärkung der Teilhabemöglichkeiten von Geflüchteten, für die proaktive Nutzung von Bleiberechtsoptionen, für die Aufnahme zusätzlicher Geflüchteter aus dem Ausland, für menschenwürdige, dezentrale Unterbringung und für die Abschaffung des rechtsfreien Raums „Abschiebungshaft“ einsetzen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement!

Freundliche Grüße, Seán McGinley
FLÜCHTLINGSRAT BADEN-WÜRTTEMBERG e.V.
engagiert für eine menschliche Flüchtlingspolitik

Leiter der Geschäftsstelle
Hauptstätter Straße 57 – 70178 Stuttgart

Tel.: 0711 – 55 32 83-4 — Fax.: 0711 – 55 32 83-5
Telefonische Beratung Mo. – Fr. 14.00 – 17.00 Uhr
E-Mail: mcginley@fluechtlingsrat-bw.de
Web:    www.fluechtlingsrat-bw.de

LEA in Ellwangen: Flüchtling verklagt das Land wegen Polizeieinsatz

Hallo,

Wer am 18. Februar noch nichts vor hat, soll bitte zu dem Gerichtstermin kommen!

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lea-in-ellwangen-fluechtling-verklagt-das-land-wegen-polizeieinsatz.0c9d1110-d67e-4b9c-93f7-889ec693e5f3.html

Ort: Verwaltungsgericht Stuttgart
Augustenstraße 5, 70178 Stuttgart

Schöne Grüße, Volker

“FÜR SAMA” gewinnt Deutschen MENSCHENRECHTS-FILMPREIS 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass der oscarnominierte und vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm FÜR SAMA von Waad al-Kateab und Edward Watts in dieser Woche mit dem Deutschen Menschenrechtsfilmpreis 2020 ausgezeichnet wurde!

Aus der Begründung der Jury:
„FÜR SAMA brilliert durch seinen radikal weiblichen Regieblick sowie die zentrale Erzählperspektive aus der Sicht einer Kleinfamilie, wie das in Dokumentarfilmen zum Krieg in Syrien bisher noch nie zu sehen war. (…) FÜR SAMA ist ein zeithistorisch enorm wichtiger, politisch außerordentlich relevanter und hochemotionaler Dokumentarfilm voller Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit, der durch den langen Atem des Regieduos Stellung bezieht, in jeder Minute berührt und zutiefst aufrüttelt. FÜR SAMA ist ein Film der wehtut und den jeder in der Welt sehen muss…“ (www.menschenrechts-filmpreis.de)

Hier können Sie die Videobotschaft von Regisseurin Waad al-Kateab anschauen, in der sie sich für die Auszeichnung bedankt: https://drive.google.com/file/d/1FAG9nyaSq9wi1pkADTuttYv5Nspbox7S/view

Anbei Exposé für weitere Infos, Trailer des Films:
https://www.youtube.com/watch?v=ISndpqMZJNk

 

FÜR SAMA ist jetzt auf DVD und als Video on Demand/Streaming erhältlich (Wo genau? HIER klicken!)

Es ist wichtig,  das Thema – trotz der aktuellen Corona-Lage – wieder mehr in den Fokus zu rücken. Wir alle können dazu beitragen und dafür sorgen, dass der Syrienkonflikt und das Leid der Menschen nicht in Vergessenheit geraten.
Daher freuen wir uns sehr, wenn Sie über Ihre Organisation in Ihren Newslettern/Website/Social Media auf den Film hinweisen würden.

Zum Inhalt:
Der beeindruckende Film ist ein Vermächtnis an Waad Al-Kateabs im Krieg geborene Tochter Sama. Über Jahre hat die junge Frau mit ihrem Handy und ihrer Kamera zunächst die Protestbewegungen und dann den furchtbaren Krieg in Syrien dokumentiert. Sie hat das Leid der Menschen und der Personen in ihrer unmittelbaren Nähe aufgezeichnet und findet selbst inmitten der Bombardements Spuren von Freude und Lebensmut. Gerade durch diesen Blick von innen heraus ist der Film so besonders, so wahr, so entsetzlich und unfassbar. Und doch ist er auch ein Zeugnis für das Miteinander der Menschen, für den Zusammenhalt in Krisenzeiten und für Toleranz und ein Liebesbrief der jungen Mutter Waad Al-Kateab an ihre Tochter Sama.

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Corona – Homeschooling ohne PC? Kalte Jahreszeit – ohne warme Kleidung?

Liebe Freunde,

wieder stehen schwierige Zeiten ins Haus. Nicht alles, was absehbar war, wurde im Sommer ausreichend gut geregelt.

Die Kinder müssen wieder vermehrt ins Homeschooling, doch gibt es keine flächendeckende Versorgung mit dem notwendigen Werkzeug: Tablets oder Laptops sind oftmals nicht vorhanden!

Daher unser Aufruf: Wer hat betriebsfähige PCs oder Tablets, die er unseren Schülern zur Verfügung stellen könnte? Desweiteren suchen wir derzeit dringend:

  • Winterkleidung für Jungen, Größe 74 bis 134
  • warme Schuhe und Gummistiefel Größe 26 bis 34
  • Schreibwaren, Buntstifte

Und weitere Dinge, die Ihr auf unserer Spendenseite findet: freundeskreisneckarpark.de/spenden/

Die Sachspendenannahme erfolgt derzeit, nur nach Absprache, montags ggf. im Frauencafé (14 bis 15.30 Uhr) im UG der Mercedesstr. 25. Bitte meldet Euch dafür unter FreundeskreisNeckarpark-Spenden@outlook.de an.

Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung!

Offenen Brief unterstützen: Abschiebestopp in der Coronakrise

Das Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung fordert in einem Offenen Brief an die Landesregierung von Baden-Württemberg einen (Winter)-Abschiebestopp in die Länder des Balkans. Während der Corona-Pandemie darf nicht abgeschoben werden!

Das Forum ruft dazu auf, den Offenen Brief zu unterschreiben und wenn möglich sich zusätzlich für einen (Winter)-Abschiebestopp einzusetzen.

https://www.freiburger-forum.net/wordpress/wp-content/uploads/2020/10/Offener-Brief-22.10.2020.pdf

Bitte die Unterstützung/Unterschrift an info@freiburger-forum.net
schicken. Geben Sie bitte an, ob wir die Unterstützungsunterschrift
öffentlich nennen dürfen. Die Unterschriften werden bis zum 3. November 2020 gesammelt.

Vielen Dank fürs Engagement und viele Grüße
Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung

Abschiebungen nach Syrien? – Jetzt protestieren!

Liebe Aktive vom Freundeskreis Neckarpark,

aktuell fordern viele Innenpolitiker aus CDU und CSU, den Abschiebungstopp nach Syrien aufzuheben. Hintergrund ist die Messerattacke in Dresden, bei der mutmaßlich ein syrischer Dschihadist einen Menschen getötet hat. Die offenbar homophobe Mordtat erschüttert uns zutiefst. Doch der Ruf nach Abschiebungen in den Folterstaat Syrien entsetzt uns ebenfalls: Abschiebungen nach Syrien wären eine eklatante Menschenrechtsverletzung. Und das Beispiel Afghanistan zeigt: Abschiebungen von Straftätern und „Gefährdern“ wären wohl nur der Anfang – und bald könnten auch unbescholtene Menschen in die brutale Assad-Diktatur abgeschoben werden.

Von 9. bis 11. Dezember wird auf der Innenminsterkonferenz über den Abschiebungsstopp entschieden. Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam Druck aufbauen! Wir rufen alle zivilgesellschaftlichen Akteure, die sich in den letzten Jahren für Geflüchtete eingesetzt haben dazu auf, jetzt lautstark Stellung zu beziehen gegen Syrien-Abschiebungen!

Das können Sie tun:

1.) Unterstützen und verbreiten Sie unsere Petition an die Innenminister*innen

2.) Teilen Sie die Petition auf Facebook und Twitter.
Und teilen Sie Beiträge unserer Kampagnenaccounts auf Facebook (@SyriaNotSafeCampaign), auf Twitter (@SyriaNotSafe) und/oder Instagram (@SyriaNotSafe)

  1. Bestellen Sie unser konsteloses Kampagnenpaket mit Infomaterial zur Kampagne.

Was Sie darüber hinaus noch machen können: Machen Sie Druck in ihrem jeweiligen Bundesland. Wenden Sie sich an Ihr Landesinnenministerium und/oder die Regierungsfraktionen im Landtag und machen Sie deutlich: Abschiebungen in einen Folterstaat – das geht gar nicht!

Die wichtigsten Argumente dazu finden Sie hier.  

Helfen Sie mit, möglichst viele Menschen zu überzeugen, dass Syrien nicht sicher ist – für niemanden!

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Ferdinand Dürr
für das #SyriaNotSafe-Kampagnenteam

Warum gegen Syrien-Abschiebungen protestieren?
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Just human e.V. – Bericht von Aktivitäten aus Moria

Ein Beitrag von http://www.just-human.de/

Demos in Moria (oben) und Stuttgart (unten) für Menschenrechte und die Evakuierung der Flüchtlingslager

Liebe humans,

in Moria, Stuttgart und vielen Städten weltweit gehen Menschen auf die Straße. Gemeinsam fordern wir die Einhaltung der Menschenrechte und die Evakuierung der Flüchtlingslager. Wenige Kinder durften aus Moria nach Deutschland kommen, 400 Menschen wurden aufs griechische Festland gebracht und haben so Platz gemacht für die Geflüchteten, die im März nach Lesbos kamen und wochenlang gezwungen wurden, im Freien zu kampieren. Eine menschenverachtende Quarantänemaßnahme statt der notwendigen Evakuierung der Lager.

just human setzt die Unterstützung von Menschen in Moria fort. In den vergangenen Wochen haben uns so viele Anfragen erreicht wie noch nie. Es geht um Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel, um grundlegende Bedürfnisse. Ein Grund ist die reduzierte Versorgung der Menschen in Moria. Ein weiterer Grund ist der weltweite Rückgang von Sach- und Geldspenden durch die Corona-Krise, der auch unsere amerikanische Partnerorganisation und damit das Schutzhaus auf Lesbos und viele LGBT-Geflüchtete in Athen trifft.

Wir sind deshalb ganz besonders dankbar für Eure wirklich großzügige Unterstützung, die Not gelindert und Mut gemacht hat. Den Dank, der uns dafür erreicht, möchten wir hiermit an Euch weitergeben. Bitte bleibt auch weiter an unserer Seite! 

Individuelle Unterstützung

just human hat im April wieder mit Hilfe von Jonathan und James, die in Moria leben, eine zweite Einkaufsaktion für Frauen und Kinder ermöglicht. Zudem wurden 15 Menschen auf Lesbos, in Athen, in Kenia und in der DR Kongo individuell unterstützt. Einige möchten wir Euch kurz vorstellen:
Elani ist im Dezember nach Moria gekommen. Immer wieder setzt ihre Tochter dort ihren kleinen Rucksack auf und will zur Schule gehen. Seit eines nachts Diebe ins Zelt kamen, weint sie viel und schläft schlecht. Elani bat uns um Geld für Lebensmittel und Kleidung.

Individuelle Hilfe - Menschlichkeit grenzenlos

Nesrin hat sich an just human gewandt, weil sie noch am Anfang ihres Asylverfahrens und ohne jede finanzielle Hilfe ist. Biologisch als Junge geboren wurde sie in ihrer iranischen Heimat zu einer sogenannten Konversionstherapie mit Elektroschocks gezwungen, als sie sagte, dass sie als Frau leben will. Aktuell braucht sie noch medizinische Hilfe. Nesrin will später Grafikdesign studieren.
Viktor war in Nigeria auf dem Weg Priester zu werden, als er wegen seiner Homosexualität fliehen musste. Er will sich weiter in der katholischen Kirche und in der LGBT-Community engagieren. Auch Viktor wird aktuell von just human unterstützt, weil er in finanzieller Not ist.
Robert hat all seine Habe bei einem Brand in Moria verloren und hat deshalb einmalig Hilfe von just human  bekommen.
Die Jüngste ist die am 10. April geborene Laure. Nach ihrer verfrühten Geburt hat uns die Bitte erreicht, für Mutter und Kind das Anmieten einer Wohnung in Athen zu ermöglichen. Laures Mutter musste aus Kamerun fliehen, weil sie wegen ihrer Bisexualität mit dem Tode bedroht wurde. Ihr Medizinstudium will sie sobald wie möglich fortsetzen. Unsere Partnerorganisation unterstützt sie dabei.

Regelmäßige Spenden ermöglichen planbare Hilfe. 

Mitteilung: Keine Aktivitäten bis 14. Juni 2020

Liebe Ehrenamtliche und alle Interessierten,

aufgrund von §3 der aktuellen Verordnung (Stand 26. Mai 2020) der Landesregierung dürfen bis 14. Juni 2020 leider keine Veranstaltungen und Treffen in Vereinen stattfinden! Darunter fallen auch wir als Freundeskreis.

Hier kann die Verordnung nachgelesen werden: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/

Weitere Informationen: coronavirus.stuttgart.de

Bleibt gesund und fit, bis es bald wieder weitergeht!
(Das nächste Koordinierungstreffen ist derzeit für den 7. Juli geplant. Wir treffen uns wieder, falls die Landesregierung bis dahin nichts gegenteiliges entscheidet. Aktuelle Infos dazu dann hier an dieser Stelle.)

Martin V. für den Freundeskreis Neckarpark