Kategorie-Archiv: Begleitung

Bericht: Darf man nach Afghanistan abschieben?

Lieber Freundeskreis,
zu unserer sehr erfolgreichen Veranstaltung im Hospitalhof am 7. April (über 230 Besucher) hier ein ausführlicher Bericht.
Herzliche Grüße, U. Bames

Quelle: https://www.die-anstifter.de/2017/04/darf-man-nach-afghanistan-abschieben/Jama Maqsudi, Pfarrer Joachim Schlecht, Dr. Michael Jantzer, Daniel Lede Abal und Bernd Rixinger (v. l. n. r.) Foto: © M. Seehoff

Jama Maqsudi, Pfarrer Joachim Schlecht, Dr. Michael Jantzer, Daniel Lede Abal und Bernd Rixinger (v. l. n. r.) Foto: © M. Seehoff

Aus der Redaktion des Elsternestes erreichte uns folgender Bericht:

Rund 230 Menschen füllten den großen Saal des Hospitalhofs am 7. April 2017, bei der von den AnStiftern und dem Freundeskreis Neckarpark – Projektgruppe Begleitung vorbereiteten Veranstaltung: „Darf man nach Afghanistan abschieben“? Einem informativen Vortrag über die derzeitige Situation in Afghanistan vom Vorstand des Deutsch-Afghanischen Flüchtlingshilfe Vereins (DAFV), Jama Maqsudi, folgte eine engagierte Podiumsdiskussion mit reger Beteiligung des Publikums.
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Petition „Familieneinheit bei subsidiär Schutzberechtigten weiter ermöglichen“

Liebe amtliche oder ehrenamtliche Helfer in der Arbeit mit geflüchteten Menschen in Deutschland,

Rettet Syriens Familien unterstützt die von einem breiten Bündnis im Rhein-Sieg-Gebiet gestartete Online-Petition, die sich gegen die Aussetzung des Familiennachzugs von schutzberechtigten Flüchtlingen wendet.

Unter dem Titel „Familieneinheit bei subsidiär Schutzberechtigten weiter ermöglichen“ wendet sich die Petition unmittelbar an den Deutschen Bundestag. Laut der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat die Familie Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat. Die Petition soll darauf hinwirken, dass dieses Menschenrecht gewahrt bleibt. Menschen, die etwa aus Syrien nach Deutschland geflohen sind und nach Abschluss des Asylverfahrens einen sogenannten subsidiären Schutzstatus erhalten, sollen sobald wie möglich ihre Kinder nachholen können. Unbegleiteten Kindern soll der Nachzug der Eltern ermöglicht werden. Die seit März 2016 geltende Aussetzung des Familiennachzugs führt derzeit dazu, dass Kinder häufig über drei Jahre oder länger von ihren Eltern getrennt leben müssen, was die davon betroffenen Väter, Mütter und Kinder zunehmend verzweifeln lässt. Sie verzweifeln, weil sie sich täglich nach ihren Familienangehörigen sehnen, die sie im Kriegsgebiet oder in Flüchtlingslagern außerhalb Deutschlands zurücklassen mussten, weil die Flucht für alle zu gefährlich oder zu teuer war.

„Die Aussetzung des Familiennachzugs ist für viele geflohene Menschen eine unerträgliche Belastung und daher auch integrationspolitisch ein großer Fehler. Je mehr Menschen die Petition unterzeichnen, desto deutlicher kann auf diesen Fehler direkt beim Deutschen Bundestag hingewiesen werden.“ - so die Erstunterstützer der Petition.
Die Petition kann bis zum 15.03.2017 unter dem folgenden Link von Einzelpersonen unterzeichnet werden: https://epetitionen.bundestag.de/…/Petition_69800.mitzeichn…

Die Unterstützer der Petition sind u.a. Caritasverband Rhein-Sieg, Diakonisches Werk an Sieg und Rhein, Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg, SKM- katholischer Verein für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis e.V., Sozialdienst katholischer Frauen e.V., Kurdische Gemeinschaft, Kölner Flüchtlingsrat, Rettet Syriens Familien, Bornheimer Flüchtlingshilfe, Flüchtlingsinitiative Lohmar/Siegburg e.V.

Herzlichen Dank fürs Unterzeichnen und Weiterleiten an viele Kollegen, Freunde und andere Organisationen. Jede Stimme zählt!  50.000 Unterschriften  werden benötigt innerhalb von vier Wochen.

Heike Sorge
Rettet Syriens Familien – Save Syrias Families

https://www.facebook.com/savesyriasfamilies/posts/2100519996841055?__mref=message_bubble

https://www.facebook.com/savesyriasfamilies/

Für Arabisch sprechende Mitbürger ist hier eine arabische Einfühurng bzw Aufforderung, sich auch an der Petition zu beteiligen:

https://www.facebook.com/groups/1242606035749667/1474997205843881/?notif_t=like&notif_id=1487284657558787

Abschiebezahlen steigen, der Respekt vor der Menschenwürde sinkt

Offener Brief der Projektgruppe Begleitung, der an Politiker und Kirchen geschickt wird:

Am 06.10.2016 wurde eine Roma-Familie aus der Unterkunft im Neckarpark in Stuttgart- Bad Cannstatt mitten in der Nacht von der Polizei aus dem Schlaf gerissen. Die Menschen konnten nur das Nötigste packen, Teile ihres Eigentums blieben zurück. Sie wurden in Abschiebehaft genommen und nach Serbien abgeschoben.

Die Familie rechnete nicht mit einer Abschiebung durch die Polizei, da nach Ablehnung ihres Asylantrags sie schon im März 2016 auf der Ausländerbehörde ihren Willen zur freiwilligen Ausreise bekundet hatten und schon Anfang März bei der Rückkehrberatung waren. Mitte August kam dann eine Aufforderung, das Land bis 31. August 2016 zu verlassen. Dem wäre die Familie auch nachgekommen, wenn nicht die Pässe von 2 Familienmitgliedern Weiterlesen

Projektgruppe “Begleitung” gegründet – neue Einführungsveranstaltung

Das Projekt Begleitung ist am 15.09. mit 10 Teilnehmern gestartet.

Die neu gegründete Projektgruppe trifft sich wieder am 20.Oktober 2016 um 19.00 Uhr im Gemeindezentrum Liebfrauenkirche Wildungerstr.55.

Im Aufrag der Landeszentrale für politsche Bildung wird Frau Rechtsanwältin Raquet eine Einführung in das Asylverfahren geben

Weitere Interessierte sind herzlich willkommen – wir freuen uns über zahlreichen Besuch!

 

Paten gesucht!

Eine syrische Familie mit drei Kindern im Alter von 3, 12 und 17 Jahren benötigt einen Paten/ eine Patin für verschiedene Aufgaben. Lediglich die Mutter der Familie hat Grundkenntnisse im Schreiben, die beiden älteren Kinder besuchen die Schule, brauchen aber Unterstützung und Nachhilfe. Das Kleinste besucht den Kindergarten.

Können sie sich eine regelmäßigeUnterstützung (mindestens 1x wöchentlich) der Familie vorstellen? Melden Sie sich bitte bei Uschi Bames: FreundeskreisNeckarpark-Begleitung@outlook.de

Hilfsgesuch: Projekt “Begleitung” sucht Unterstützung

Hilfsgesuch von Uschi Bames zur Gründung der Projektgruppe “Begleitung”:

Ich heiße Uschi Bames, bin seit 26 Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätig, zur Zeit arbeite ich im Neckarpark in Cannstatt.
Ich würde gerne eine Arbeitsgruppe von verschiedenen Freundeskreisen im Großraum Stuttgart gründen, die sich mit Abschiebungen beschäftigt.

Dabei denke ich an 3 Schwerpunkte:

  • Beratung von Flüchtlingen, wenn ihr Antrag abgelehnt ist ( Hilfe um Amtsbriefe zu verstehen und Fristen einzuhalten, Hilfe bei der Suche nach einem Anwalt, eventuell Aufbau eines Rechtshilfefonds)
  • Begleitung bei der Abschiebung. Dazu gehört, dass man versucht, den Abschiebetermin zu erfahren und bei der Polizeiaktion anwesend ist.
  • Sehr wichtig ist mir die politische Dimension des Problems. Hierzu gehört vor allem die Frage der sogenannten sicheren Herkunftsländern.

Besonders am Herzen liegt mir das Problem der Roma und Sinti. Genau wie Juden wurden sie von den Nazis verfolgt, in Auschwitz vergast und in Serbien Opfer von Massener-schießungen der SS. Ich denke, Deutschland hat hier etwas wieder gut zu machen und möchte deshalb die Forderung nach einem Bleiberecht für Roma und Sinti in den Mittelpunkt der politischen Aktivitäten stellen.

Außer Diskussionen zur Meinungsbildung könnten verschiedenste politische Aktionen wie Infoabende, Pressemitteilungen, Demos usw. diskutiert und geplant werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Jetzt soll es mit der Arbeitsgruppe losgehen!!  Für eine konstituierende Sitzung schlage ich 2 Termine als Alternativen vor:

  • Donnerstag, 15.09.2016
  • Dienstag, 27.09.2016

19.00 Uhr im Gemeindezentrum der Liebfrauen-Kirche in Bad Cannstatt, Wildunger-Str. 55.

(Haltestellen von U1 und U13 gleich um die Ecke)

Bitte, tragen Sie auf der Doodle- Liste ein, welcher Termin Ihnen passt.

Integration – nur ein Lippenbekenntnis der Politik? Update 23.06.

AKTUELLE GESCHEHNISSE ZUR “ABSCHIEBEPRAXIS”:

► 23.06.2016: Arol ist inzwischen in Madrid angekommen und steht mit seinem Paten, Volker Brümmer in Kontakt. Dieser hat ihn bereits in Spanien besucht, um Arol zu unterstützen. Arol geht es soweit gut.
Wir suchen einen Juristen, der bereit ist, uns im Fall Arol zu unterstützen. Bitte melden Sie sich unter freundeskreisneckarpark@outlook.de !

► SWR Landesschau-Beitrag vom 13.06.2016:
160613_landesschau_swr

►Donnerstag 09.06.2016:
• Statement von Volker Brümmer:

Hallo alle zusammen,

binnen einer Woche wurde die Unterkunft Neckarpark zweimal Opfer willkürlicher Verhaftungen auf der Ausländerbehörde.
Ich habe heute Nachmittag nach meinem Besuch von Arol N.-N. im Abschiebegefängnis in Pforzheim davon erfahren. Helles Entsetzen und Angst sowie totales Unverständnis für diese Maßnahmen bei den Mitarbeitern im Neckarpark, den Bewohnern und den anwesenden Freundeskreismitgliedern.
Flüchtlinge, die nur eine Duldung haben müssen jetzt damit rechnen, bei ihrem nächsten Besuch bei der Ausländerbehörde dort verhaftet zu werden und in das Abschiebegefängnis nach Pforzheim überstellt zu werden.
Wie positionieren sich jetzt dazu ak-asyl, pro-Asyl und der Flüchtlingsrat? Schöne Grüße – Volker Brümmer

• Artikel in der Cannstatter Zeitung: Linke kritisieren “Abschiebepraxis”

  • Einige weitere Zitate aus der Gemeinderatssitzung von Donnerstag:► Martin Körner (SPD) sagte: „Hat sich die Ausländerbehörde ethisch korrekt verhalten? Diese Frage konnte geklärt werden. Weil die Ausländerbehörde rechtlich dazu verpflichtet ist, weil sie rechtlich keine andere Möglichkeit hatte und weil wir uns in einem Rechtsstaat befinden.“► Alexander Kotz (CDU): “Wir unterstützen das nicht. (zur Erläuterung: Alexander Kotz meint die von Hannes Rockenbauch SÖS/Linke/plus losgetretene Diskussion über die Abschiebepraxis) und ergänzte: BM Schairer sagte: Das Verfahren ist rechtens, der betroffene wird nicht in irgendein Land abgeschoben, sondern nach Spanien. Da reist der eine oder andere von uns sogar freiwillig hin. Wir finden es befremdlich, dass der Gemeinderat einen rechtsstaatlichen Vollzug in Frage stellen soll.“► Fritz Kuhn (Grüne) “Unsere Ausländerbehörde hat in der Sache richtig entschieden und hatte keinen Spielraum. Wir haben in Deutschland die Rechtslage, dass abgeschoben werden kann und muss. Abschieben ist im Einzelfall nicht schön”.

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Neue Projektgruppe startet: Begleitung bei Abschiebung / im Asylverfahren

Mitglieder unseres Freundeskreises, insbesondere aus dem Frauencafé, erlebten erste Abschiebungen von Bewohnern aus dem Neckarpark mit und begleiteten die Menschen vor ihrer Abschiebung und nachts während ihrer letzten Stunden in Deutschland. Erstes Ziel dieser neuen Projektgruppe soll sein,  die Menschen in diesen schweren Momenten nicht allein zu lassen, insbesondere weil das Auftreten der Polizei-Einsatzkräfte zuletzt als nicht sonderlich sensibel erlebt wurde. Durch Begleitung und Beistand kann dies gelindert werden, es kann und soll durch Freundeskreismitglieder deeskaliert, und dem Vorgang etwas mehr Menschlichkeit verliehen werden.
Weitere Hilfsansätze können sein: Die Vernetzung mit ähnlichen Arbeitsgruppen aus benachbarten Flüchtlings-Freundeskreisen zum Erfahrungsaustausch, eventuelle gemeinsame Statements (offene Briefe, Eingaben, Pressemitteilungen, etc.), der Aufbau eines wirksamen Anwalts-Netzwerkes für die Anfechtung bereits gefällter Urteile, usw. Es gibt auch Überlegungen, in einer geeigneten Form politisch aktiv zu werden.
Für Uschi Bames vom Frauencafé ist das eine Herzensangelegenheit und sie würde sich über weitere Unterstützer/innen sehr freuen! Interessierte werden gebeten, sich direkt bei ihr zu melden:

FreundeskreisNeckarpark-Begleitung@outlook.de