Fortbildung: Fremde und mich besser verstehen und stärken


Termin Details

Dieser Termin endet am 19 Juli 2016


evang_kirche_stuttgart
Fortbildung fü
r in der Flüchtlingsarbeit engagierte Menschen
von der Psychologischen Beratungsstelle und dem Asylpfarramt
der Evangelischen Kirche in Stuttgart

Fremde und mich besser verstehen und stärken

Lässt sich das wirklich kombinieren?:

Fachliche Fortbildung für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit und persönliche Auseinandersetzung mit mir und dem, was diese Arbeit in mir auslöst, mir Freude macht, mich belastet, mich motiviert, mir Sinn vermittelt?

Hat das etwas miteinander zu tun: Grenzerfahrungen der Geflohenen und wie ich mit Grenzen umgehe?

Wie die Geflüchteten ihre Ressourcen nutzen können und wie ich mit meinen Ressourcen haushalte?

Wie sie mit mir in Kontakt treten und wie ich kommuniziere trotz sprachlicher Barrieren?

Wir wollen es ausprobieren, uns miteinander auf den Weg machen und als Gruppe zusammenfinden; neugierig auf das, was jeder von uns mitbringt und engagiert für einen menschenfreundlichen Umgang mit Flüchtlingen und uns selbst.

Und so stellen wir uns den Ablauf derzeit vor:

  1. Abend: Kennenlernen und erster Austausch über besondere Erlebnisse. „Was erwarte ich von dieser Fortbildung?“ Was brauche ich für mein ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit?
  2. Abend: Umgang mit Fremden und mir Fremdem. „Hilfe! die Schutzsuchenden sind anders als ich erwartet habe.“ Kulturelle und religiöse Unterschiede und wie es sich anfühlt, fremd zu sein.
  3. Abend: Umgang mit der Not, mit Überforderung und Stress. Wie gehen die Flüchtlinge mit den Belastungen aus ihrer Lebensgeschichte, mit dem Stress in der Unterkunft und in ihrem Asylverfahren um? Wie gehe ich mit Stress, unguten Gefühlen, aber auch mit meinen -manchmal erschöpften- Ressourcen um? Was kann für mich und für die Flüchtlinge hilfreich sein?
  4. Abend: „Das macht mir Angst!“ „Das macht mich wütend!“ „Das lässt mich hoffen….“ Was hilft /stärkt uns im Umgang mit Ängsten, Bedrohung und Gewalt? Politische Entscheidungen wie Asylpaket II, was bedeutet das konkret? Und wenn Politisches und Persönliches sich nicht trennen lassen? „Und dann wurde die von uns betreute Flüchtlingsfamilie nachts abgeschoben…“. Wie halten wir das aus, wie können wir Widerstand leisten und uns weiter engagieren?
  5. Abend: „Oh Gott, sind die religiös!?“ Vom Umgang mit der Religiosität in den Begegnungen mit Geflohenen. Den einen war ihre Religiosität letzter Halt auf der Flucht, die anderen sind froh, sie weit hinter sich zu haben. Und ich? Wie rede ich von dem, was ich (nicht mehr) glaube, was mich jetzt trägt, was ich hoffe, worin ich Sinn sehe? Wollen wir, dass die anderen unsere Konzepte übernehmen? Kommen wir ins Gespräch über das, was wir wollen, welche Erwartungen wir haben in Bezug auf unser und der Fremden Verständnis von Glauben. Auswertung der Fortbildung: Was war/ist hilfreich, anregend, umsetzbar für mich und meine Arbeit. Was fiel /fällt mir schwer, was hat mir gefehlt, was hab ich vermisst.

Wie?:                         Mit Methoden des Psychodramas, mit Elementen der Selbsterfahrung, Achtsamkeitsübungen, mit asylrechtlichem Wissen, Alltagsgeschichten aus unseren Begleitungen von Fremden, Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Verbindendes und Trennendes.

Wo?:                          In der Psychologischen Beratungsstelle Stuttgart (PBS), Augustenstraße 39B, 2. Stock

Wann?:                      5 Abende, jeweils dienstags, 31.05.; 07.06.; 21.06.; 05.07.; 19.07.2016, 19.00-21.00 Uhr

Mit wem?:     Mit maximal 12 TeilnehmerInnen

Anmeldung an:

  • Asylpfarramt:Stuttgart.Asyl@elkw.de,
    70182 Stuttgart, Pfarrstraße 3, 0711-631 355
  • Beratungsstelle: Info@Beratungsstelle-Stuttgart.de,

70178 Stuttgart, Augustenstraße 39 B, 0711-669 590

Verbindliche Teilnahme erwünscht. Kostenbeitrag: 25 Euro. (Kostenübernahme durch das Evangelische Asylpfarramt Stuttgart wird auf Nachfrage gerne gewährt)

Leitung:

  • Dorothee Wolf, Leiterin der PBS, Diplom-Psychologin.
  • Joachim Schlecht, Asylpfarrer mit Klienten-zentrierter Seelsorge-Ausbildung.

Für Rückfragen: