Mithelfer für Theaterprojekt gesucht!

Anfrage / Information von Rainer Redies an alle Interessierten (17.02.2015):

Ich gebe nachstehende Informationen weiter und bitte darum, Flüchtlingskinder aus dem Neckarpark für das Projekt zu gewinnen. Sollte es mir oder jemand anderem gelingen, Kinder aus dem Neckarpark für die Teilnahme am Theaterprojekt zu motivieren, gehe ich mit zum Schnupperkurs.

Rainer Redies


Das Projekt „Wir machen Theater“ für Flüchtlingskinder und -jugendliche geht in die zweite Runde! Teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von 11 – 16 Jahren.

Am Mittwoch, 25.02.2015, haben sie von 17-19 Uhr, in der Eberhardstraße 61A (Kindertheater JES) Gelegenheit, unverbindlich an einem Schnuppertermin teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. Fahrtkosten kann der Förderverein Kinderfreundliches Stuttgart e. V. übernehmen, der auch das ganze Projekt finanziert. Eltern oder andere Begleiter können am Schnuppertermin ebenfalls teilnehmen.

Projektbeschreibung: Theater fördert spielerisch Sprache und Kommunikation. Im Spiel werden

kulturelle Schranken überwunden, werden das Selbstwertgefühl und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Durch Theaterspielen werden Kommunikations- und Sprachanlässe geschaffen.

Kinder von Flüchtlingsfamilien befinden sich in einer besonders schwierigen Situation was Lernen, Bildung, Wohnen und soziales Miteinander „in der Fremde“ bedeuten. Umso dringlicher ist die Aufgabe, ihnen Bildungsmöglichkeiten und -perspektiven anzubieten. Hier hat die Sprache einen zentralen Stellenwert.

„Wir machen Theater“ ist ein ergänzendes Sprachförderprogramm mit theaterpädagogischen Mitteln und Methoden für Kinder und jugendliche Flüchtlinge. Mit Hilfe des Theaters und seiner spezifischen Möglichkeiten sollen in Kleingruppen (10 bis15 Personen) Kinder altersspezifisch nicht nur sprachlich, sondern vor allem ganzheitlich, das heißt in ihrer individuellen Persönlichkeit gestärkt und gefördert werden.

Da bei Flüchtlingskindern neben Sprachdefiziten oft auch soziale Defizite und emotionale Störungen vorliegen, darüber hinaus die einzelnen Teilnehmer auch unterschiedliche Sprachdefizite haben, werden Kleingruppen angestrebt.

Den Teilnehmern soll viel Raum und Zeit für Spiele und Bewegung sowie die Bewältigung kleiner Aufgaben (Kleingruppen, zu zweit, alleine) gelassen werden. Wichtig ist es, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, da Sprachdefizite und Kommunikationsstörungen oft mit Angst und Unsicherheit in Gruppensituationen zu tun haben. Thematische Schwerpunkte sind: Kommunikation in der Gruppe, Kommunikation mit Körper und Stimme, Rhythmus und Klang, Musikalität von Sprache, Sprache als Mittel der Fantasie und als Trägerin von Geschichten.

Das JES, Junges Ensemble Stuttgart, kann auf Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Flüchtlingskindern zurückgreifen. Die Theaterworkshops sind als Blockunterricht konzipiert: Jeder Unterrichtsblock umfasst 2 oder 3 Monate, 1 mal die Woche zwei bis drei Stunden. Eventuell finden auch wenige Blocktermine an einem Wochenende statt.

Für jede Gruppe wird je nach Bedarf ein eigenes Programm zusammengestellt werden.

Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen, die vielfach als Flüchtlingskinder traumatisiert wurden, mit Unterstützung theaterpädagogischer Methoden die Sprachkompetenz zu erweitern und ihnen Mut und Selbstvertrauen in einer für sie fremden Kultur zu vermitteln.

Dabei sollen die Kinder und Jugendlichen

  1. In Gemeinschaft mit anderen Kindern im Spiel in der Kommunikation gestärkt werden
  2. Ihre Kreativität angeregt werden
  3. Ihre kulturelle Integration gefördert werden
  4. Ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden

Rainer Redies

Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme über die Kommentarfunktion. Danke!