Pro Asyl: Information von Andrea Dreizler

Liebe Engagierte im Freundeskreis Neckarpark,

ich bin begeistert, wie viele Menschen sich für die Flüchtlinge in Bad Cannstatt einsetzten und wie spontan und herzlich viele beim Empfang der Menschen im Neckarpark geholfen haben. Neben den praktischen Hilfen vor Ort ist die politische Flüchtlingsarbeit aus meiner Sicht zurzeit unbedingt erforderlich, um die Bedingungen für Flüchtlinge in Deutschland und Europa zu verbessern. Ich unterstütze seit einigen Jahren den Verein PRO ASYL und möchte Ihnen/Euch gerne diese Arbeit vorstellen. Ich wähle diesen Weg, da in den Sitzungen des Freundeskreises dafür zu wenig Zeit ist und hoffe ich finde Ihr/Euer Interesse. Bei Rückfragen freue ich mich auf eine Mail oder ein Gespräch.

PRO ASYL ist eine unabhängige Menschenrechtsorganisation, die sich seit mehr als 25 Jahren für die Rechte verfolgter Menschen in Deutschland und Europa einsetzt. Weltweit sind rund 50 Millionen Menschen auf der Flucht: vor Krieg, Verfolgung und Gewalt oder vor der Vernichtung ihrer Lebensgrundlage. Dabei schaffen es nur relativ wenige Flüchtlinge, die durch Hochsicherheitsmaßnahmen immer dichter abgeriegelten Grenzen Europas zu überwinden. PRO ASYL setzt sich für eine demokratische und offene Gesellschaft ein, in der Flüchtlinge die Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben. Neben Öffentlichkeitsarbeit, Recherchen und der Unterstützung von Initiativgruppen begleitet PRO ASYL Flüchtlinge in ihren Asylverfahren und steht ihnen mit konkreter Einzelfallhilfe zur Seite. Gemeinsam mit internationalen Partnern dokumentiert PRO ASYL die Menschenrechtsverletzungen gegen Flüchtlinge an Europas Außengrenzen und kämpft gegen Europas unmenschliche Flüchtlingspolitik. (Homepage PRO ASYL)

Auf der Homepage http://www.proasyl.de/ gibt es viele weitere Hintergrundinformationen zur Flüchtlingspolitik.

Aktuell gibt es unter dem Titel „Wie viele Tote noch? – Seenotrettung jetzt!“ eine E-Mail-Aktion an den Präsidenten des Europaparlaments Martin Schulz! Am 3. Oktober 2013 sterben 366 Flüchtlinge, als ihr Boot vor Lampedusa sinkt. Europäische Politikerinnen und Politiker zeigten sich betroffen und versprachen eine Wende in der EU-Flüchtlingspolitik. Bis heute ist dies nicht passiert. Im Gegenteil: Mehr als 3000 Menschen sind in diesem Jahr bereits gestorben sind. Nun soll die Seenotrettung sogar zurückgefahren werden. Dies darf nicht geschehen! Eine europäische Seenotrettung muss aufgebaut werden, legale gefahrenfreie Wege für Flüchtlinge müssen geöffnet werden. Über folgenden Link kann die Aktion unterstützt werden: https://www.proasyl.de/de/home/seenotrettung-jetzt/

Um zukünftig regelmäßig Informationen über Aktionen von PRO ASYL und aktuellen Entwicklungen zu erhalten, kann der Kurz-Newsletter “PRO ASYL Info” oder ein Fachpolitischer Newsletter abonniert werden: http://www.proasyl.de/de/service-navigation/newsletter/

Herzliche Grüße – Andrea Dreizler