Bitte um konkrete Unterstützung bei Familienzusammenführung

Liebe Mitmenschen, die dem Ak Asyl Stuttgart verbunden sind,

über zwei Jahre hat Herr K. auf seine Frau und Kinder und den Sohn seines getöteten Bruders/Schwägerin gewartet.

Sie waren auf der Flucht aus Syrien in Griechenland hängen geblieben, während er noch Kraft mobilisierte, weiter zu fliehen und für seine Familie einen besseren Ort zu finden als das überlastete Griechenland.

Die Frau und Kinder haben einen für Griechenland schneereichen Winter im Zelt zum Glück  überlebt, irgendwann konnten wir sie an eine NGO anbinden und auch Mitglieder der von uns informierten kleinen evangelischen Kirche kümmerten sich mit um sie. Irgendwann kamen sie wenigstens in festere Behausungen. Vor allem bei den Kindern erscheinen mir die Einschränkungen bei der Familienzusammenführung so widersinnig. Über zwei verlorene Jahre der Sprach- und Lernentwicklung. Hoffen wir, dass sie trotz dieser Zeit nun in Deutschland sich allmählich einfügen können, Vertrauen zu Menschen entwickeln und nicht ihrem Vater böse sind, dass sie ein so harte Zeit in Griechenland erleben mussten. Manche politischen Kreise werden solche dann manchmal auffällig werdenden Kinder wieder nutzen, um mir zu erklären, dass „die“ sich ja gar nicht integrieren wollen und nicht mal dankbar seien.

Heute 17.10. soll der Flug von Griechenland nach Deutschland sein. Ich bin gespannt ob es klappt: Neulich entdeckte ein Flughafenmitarbeiter bei einer Familie, die aus Beirut herfliegen hätte dürfen, dass eine Unterschrift eines zeitweilig bestellten Vormunds, der zwar alles mit beantragt hatte, auf einem der vielen Papiere noch fehle. Da verfielen alle Tickets. Und gegen alle anderen Informationen, diese Flugtickets zahlt weder das Ausreise-, noch das Einreiseland. Herr K. musste z.B. die 1350 Euro irgendwoher bringen.

Mich rührt es manchmal, wie die Flüchtlinge untereinander Geld leihen, weil sie sich mit einem von Ihnen mitfreuen, dass wenigstens einer seine Angehörigen herholen darf. Wobei vermutlich manche auch Geld auf Wegen borgen, das sie teuer zurückzahlen müssen. Skrupellose Abzocker gibt es hier wie dort.

Wir unterstützen vom AK Asyl Stuttgart und von der evangelischen Kirche Stuttgart solche Familienzusammenführungen finanziell mit einem Zuschuss: Vor allem bei den Fällen, bei denen wir die Menschen über unsere Arbeit kennenlernten.

Ich weiß, andere werden von den örtlichen Freundeskreisen mit unterstützt, manche von der caritas, andere vom Diakonischen Werk und manche bekommen von Ehrenamtlichen oder Hauptamtlichen was zugeschoben. Zusammen sind wir stark.

Wer mithelfen kann, dass wir Herrn K. und andere Menschen in ähnlichen schwierigen Situationen unterstützen, darf uns gerne eine Spende zukommen lassen.

Wer eine Spendenbescheinigung möchte, bitte unbedingt die Postadresse auf der Einzahlung notieren.

Evangelischer Kirchenkreis
Stichwort „Spende Flüchtlingshilfe“
IBAN: DE14 6005 0101 0002 4741 77
BIC: SOLADEST600

Mit herzlichen Grüßen – Joachim Schlecht

Evangelisches Asylpfarramt
Landeskirchlicher Migrationsdienst
Arbeitskreis Asyl Stuttgart
c/o Joachim Schlecht
Pfarrstr. 3
70182 Stuttgart

T: (0711) 63 13 55
Email: joachim.schlecht@elkw.de
Pfarramt.stuttgart.asyl@elkw.de

ak.asyl-stuttgart@elkw.de